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Frderkreis Rettet die Elbe eV

Pressemitteilung

Hamburg, den 17.5.2013

Schadstoffhaltiges Baggergut aus Hamburg darf weiter die Nordsee belasten

Hamburg Port Authority zahlt fr Umweltverschmutzung

Seit 2005 darf Hamburg im Einvernehmen mit Schleswig-Holstein schadstoffhaltiges Baggergut in der Nordsee verklappen. Dieses umweltschdigende Vorgehen wurde nun vom Schleswig-Holsteinischen Kabinett erneut verlngert.

Nach der letzten Elbvertiefung hat sich die Baggergutmenge im Hamburger Hafen von ca. 3 Millionen Kubikmeter auf ber 8 Millionen pro Jahr erhht und liegt jetzt bei etwa 5 Millionen. Hauptursache ist die erhhte Strmungsgeschwindigkeit in der Elbe durch die Elbvertiefungen. Dadurch werden mehr Sedimente von unterhalb Hamburgs in Richtung Hamburger Hafen transportiert. Durch die nchste geplante Elbvertiefung wrde sich dieses Problem noch einmal verschrfen.

Da die Kapazitten zur Unterbringung an Land und selbst durch Umlagerung in der Elbe fr diese groen Mengen nicht ausreichen, wird das belastete Sediment in der Nordsee verklappt. In seinem bisherigen Baggergutunterbringungsprogramm rhmte sich der Hamburger Senat, dass durch die Unterbringung von schadstoffbelasteten Baggergut an Land, Elbe und Nordsee vor weiteren Belastungen geschtzt wrden.

Das Baggergut aus dem Hamburger Hafen ist unbestritten mit Schadstoffen belastet und darf nicht grorumig in der Nordsee verteilt werden. Das Ministerium fr Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und lndliche Rume besttigt nicht nur die Schadstoffbelastung sondern auch, dass es im Verklappungsbereich bereits zu einer Verschlechterung des chemischen Zustands und zu Schadstoffanreicherungen in Bodenorganismen gekommen ist.

Die bergangsregelung ist eine Fortschreibung der bisherigen und ist mit diversen Auflagen (Schadstoffuntersuchungen etc.) verbunden. Die wichtigste Auflage fordert seit 2005 ein Gesamtkonzept fr das Sedimentmanagement und dabei insbesondere den Umgang mit Baggergut in der Tideelbe, um fr die Unterbringung des belasteten Sediments eine unter kologischen Gesichtspunkten vertretbare, dauerhafte Lsung zu finden.

Ein solches Konzept wurde von Hamburg Port Authority bisher nicht vorgelegt.

Hamburg Port Authority zahlt fr die Umweltverschmutzung, und Schleswig-Holstein grndet davon eine Stiftung Wattenmeer zum Schutz und der Frderung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Knnen diese Partner noch wollen, dass die Verklappung beendet wird?

Wir fordern den Hamburger Senat auf:

  • Die Verklappung von schadstoffbelastetem Baggergut in der Nordsee zu stoppen.
  • HPA soll endlich ein schlssiges Konzept zur Baggergutreduzierung vorlegen.

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