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Frderkreis Rettet die Elbe eV
Nernstweg 22, 22765 HAMBURG, Tel.: 040 / 39 30 01
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Pressemitteilung

Hamburg, den 09.02.2017

Bundesverwaltungsgericht genehmigt die Elbvertiefung!

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Hamburger Senat in seiner alten Ideologie besttigt, die das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) 2010 in der dritten Planergnzung zur Elbvertiefung formulierte.
Der Hafen Hamburg sei ein Drehkreuz (engl. Hub) zum Verkehr mit Hubs in bersee, in dem Ladung aus kleineren Hfen sowie Logistikzentren im Binnenland gebndelt werde. Deshalb msse in Konkurrenz zu den benachbarten Hubs (Antwerpen, Rotterdam, Bremerhaven) die Infrastruktur (Fahrrinne, Schiene, Strae, Binnenwasserstrae) stndig ausgebaut werden, sonst falle Hamburg auf einen Regionalhafen zurck. Der Hafenentwicklungsplan (HEP) von 2011 basiert auf diesem Konzept.
Im Januar 2017 riet der neue Chef des HWWI, H. Vpel, in einem Interview mit der Funke-Presse zu einer zeitgemen Hafenstrategie:
Der Hafen Hamburg in seiner jetzigen Form werde an Bedeutung verlieren, weil digitale Technologien (z.B. 3-D Druck) die Wertschpfungsketten verkrzen wrden (d.h. die global arbeitsteilige Produktion werde sich auf weniger Orte konzentrieren), das Handelsvolumen nehme ab, und die Transportlogistik werde zurckgebaut. Die Elbvertiefung werde dem Hafen in den kommenden Jahren zwar helfen, aber nicht dabei, die strukturellen Probleme zu lsen.
Der Senat will dennoch die Elbvertiefung nicht so verstehen, den bergang zu einem neuen, kleineren Hafen abzufedern, sondern er wird mit seiner Weiter-so-Politik die Fallhhe vergrern.  
Die Umschlagprognosen des HEP von 2011 werden von der realen Entwicklung immer weiter unterboten. Das gerhmte "Maritime Cluster" fllt in Trmmer (HSH-Nordbank, Hamburg-Sd, Hapag-Lloyd, und die Aktie der HHLA auf einem Drittel des Werts bei der Brsen-Emission 2007).
Im Jahr 2009 kamen 758 Containerschiffe mit einem Konstruktionstiefgang ber 14,50 Meter, in 2015 waren es bereits 938, obwohl fr diese Schiffe neben der Fahrrinnentiefe weitere Restriktionen auf der Fahrt von und nach Hamburg bestehen. Eine Fahrrinnenvertiefung wird die Risiken der Flusspassage nur geringfgig mindern. Die nchste Havarie eines Groschiffs kann den Hafen fr alle Zeit aus dem Geschft blocken.
Gegen die ansteigenden Baggermengen wird man nicht mehr anbaggern knnen. Wurden vor der letzten Elbvertiefung im Schnitt nur 2,5 Millionen Kubikmeter pro Jahr in Hamburg gebaggert, waren es seitdem 6 Millionen Kubikmeter pro Jahr, mit einem Rekord von 11,7 Millionen in 2015!
Der Frderkreis Rettet die Elbe eV ist bereit, mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung zu helfen, einen Hafenentwicklungsplan aufzustellen, der in der unvermeidlich kommenden globalen Transportstruktur einen Hafen Hamburg am Leben hlt. Wir werden im Forum Tideelbe wie im vorangegangenen Forum dazu beitragen, die Baggermengenprobleme zu lsen. Wir werden weiter Vorschlge erarbeiten, die Elbe in einen guten kologischen Zustand zu fhren. Voraussetzung ist allerdings, dass der Senat seine Hafenstrategie grundstzlich ndert.


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